Es ist so weit. Die Vorrunde ist abgeschlossen.

Wir haben gute Spiele gesehen, und wir haben schlechte Spiele gesehen. Wir haben knappe Siege gefeiert, und wir sind bedrückt von Niederlagen nach Hause gegangen. Wir sind weit gefahren, für sehr gute, und für sehr schlechte Spiele. Wir haben in Finnland begonnen, wir sind in die Schweiz gefahren, und haben bei der European Trophy wenig nennenswerte Ergebnisse erzielen können. Wir hatten durch den Lockout in Nordamerika zwischenzeitlich eine erste Reihe mit der höchsten Spielqualität, die jemals auf Mannheimer Eis stand. Wir hatten auch zwischenzeitlich eine Phase mit großem Verletzungspech. Wir sind mit einem explosiven 2:1-Sieg gegen eine Auswahl von kanadischen NHL-Spielern in den Spengler Cup in Davos gestartet, und wir haben die beiden darauffolgenden Spiele im Kanton Graubünden deutlich verloren. Wir waren lange hinter den Kölner Haien, und konnten in der letzten Minute des letzten Spieltags die Tabellenführung greifen – und starten als Vorrundenbester in die Playoffs.

Wir erinnern uns an die Playoffs 2012, und deren schmerzhaftes Ende, das uns zeigt: In dieser Phase der Saison ist alles möglich. Vergesst in den Playoffs alles, was in dieser Saison geschehen ist. Ab heute gelten andere Gesetze. Der Rasierer wird für die nächsten Wochen in den Schrank verbannt, man verlässt das Haus nur noch in Begleitung von etwas in den Farben Blau, Weiß und Rot. Rituale entstehen und werden in Stein gemeißelt. Das Spiel wird auf dem Eis entschieden, aber wir können von den Rängen die nötige Unterstützung geben. Denkt an die Leute, die nicht zu dem Spiel fahren konnten, aber vor dem Webradio zittern. Und denkt an die Leute, die bei einem ausverkauften Spiel vielleicht keines der begehrten Tickets rechtzeitig bekommen konnten. Ihr seid diejenigen, die im Stadion die Adler nach vorne schreien können und den siebten Mann in den Playoffs bilden. Gemeinsam, kreativ, laut und spielbeeinflussend. Gebt alles, und gebt es gerade in den wichtigen Momenten. Versucht die Mannschaft gerade dann nach vorne zu peitschen, wenn alle um euch rum ruhig sind, und reißt euer Umfeld mit.

Es ist alles möglich: Wir könnten bereits in einer Woche geschlagen sein, und die Spiele am Fernseher verfolgen müssen. Natürlich hoffen wir auf eine lange Saison, und auf das Unaussprechliche. In jedem Fall aber werden wir Ende der Saison mit erhobenen Hauptes aus dem letzten Spiel gehen – egal, wie es ausgeht. Liebe Außenwelt, sprecht uns die nächste Zeit nicht mehr auf andere Themen an. Es zählt nur noch Eishockey, nur noch die Adler. Es ist egal, was bisher passiert ist, oder ob wir zwischenzeitlich mit 0:5 nach zwei Dritteln hinten liegen, oder am Freitag die Serie 0:3 gegen uns steht. Wir wollen gewinnen, und das zeigen wir. Wer am Folgetag noch einwandfrei sprechen kann, der hat etwas falsch gemacht.

Lasst uns Geschichte schreiben. IMMER WEITER!