Während der Sommer nun endgültig Einzug in Deutschland gehalten hat und der Traum der Titelverteidigung unserer Fußball-Nationalmannschaft relativ schnell ausgeträumt war, gibt es nicht Wenige die sich auf die neue DEL-Saison, insbesondere in Mannheim, freuen.

Mit einer veränderten Mannschaft, neuem Trainer-Gespann und neuem Manager geht es in der Regel Ende Juli schon zur „Boys are back in town Party“ und dieses Jahr dann zwei Wochen später schon zum ersten Testspiel in die Schweiz. Von daher kann man getrost sagen, dass die 25. DEL-Saison schon direkt vor der Tür steht.

Kreativ-Resümee-Wochenende

Auch wir fragen uns immer wieder, wie wir in der neuen Saison bei den Choreographien oder beispielsweise den Sonderzügen noch eins drauf setzen können? Auch wenn wir das für Euch und natürlich mit Euch unglaublich gerne tun, so könnt ihr sicher sein, dass so eine Saison mit 52 Vorrundenspielen und Playoffs auch für uns kräfteraubend ist.

Daher haben wir uns in den vergangenen Jahren ein Wochenende rausgesucht bei dem wir die alte Saison (inklusive unserer Ansprüche und der Resultate) kritisch auseinander nehmen und bewerten. Gleiches gilt auch für die kommende Saison. Was können wir verbessern, wo mit Euch zusammen noch mehr bewegen?! Diese Fragen werden wir ausgiebig diskutieren und dann hoffentlich in die Tat umsetzen.

Das kommende Wochenende ist genau wieder ein „Kreativ-Resümee-Wochenende“. Während es momentan nach hochsommerlichen Temperaturen aussieht, werden wir uns den ganzen Samstag und den halben Sonntag einschließen, um wieder mit neuen Ideen und mit ganz viel Motivation in die Saison zu starten.

Rückblick

Wenn man sich die vergangene Spielzeit noch einmal mit ein wenig Abstand betrachtet, dann bleibt einem eigentlich nur ein Kopfschütteln über diese völlig verrückte Saison.

Im Dezember standen wir noch auf Rang 12, die Mannschaft verlor zu oft und Sean Simpson schien überhaupt keinen Einfluss auf die Spieler mehr zu haben. Nicht Wenige freuten sich über die Rückkehr des harten Hunds Bill Stewart, der am Anfang belächelt wurde und in seiner besessenen Art Eishockey zu leben, der Mannschaft wieder einen Siegeswillen verpasste. Ans Halbfinale hatte wohl Ende November keiner mehr geglaubt. Natürlich ist es hart am Anfang so viele Spiele zu verlieren und die Saison schon fast abzuhaken, aber wie geil ist es eigentlich gleichzeitig auch genau diese Aufholjagd mitzuerleben und sich dann am Ende noch direkt für die Playoffs zu qualifizieren!

Olympia

Dazwischen holt das deutsche Team in Südkorea dann einfach mal die Silbermedaille und war so nah dran sich sogar mit Gold unsterblich zu machen. Aber egal wie nah man dran war, selbst Silber ist für Deutschland eine Sensation. Menschen die nichts mit Eishockey zu tun haben, hatten sich an diesem Finalsonntag um 5 Uhr den Wecker gestellt. Was für eine Gänsehaut beim Gedanken an dieses Turnier und diese verschworene Gemeinschaft im deutschen Trikot. Das sind Spiele für die Ewigkeit und ihr habt unserem heiß geliebten Sport eine mediale Aufmerksamkeit gebracht die wir bisher nicht kannten!

Adler-Saison

Aber auch die Adler-Saison hatte unglaublich viele Ereignisse, die man gerne noch mal Revue passieren lassen darf. Die Choreographie „Wenn ich zwei Leben hätte, würden beide Dir gehören“ hat uns unglaublichen Zuspruch gebracht. Die Reaktionen nach einer Choreographie waren selten so emotional.

Auch bei einigen Auswärtsspielen waren so viele Gänsehautmomente dabei, die sich bei uns eingebrannt haben. Ganz vorne natürlich der unglaubliche Abriss von Lorenz Büffel mit Euch Verrückten! Was für eine grandiose Stimmung auf dem Schiff. Wir schauen uns heute noch teilweise die Videos an und sind immer wieder hin und weg was da los war. Einsingen auf der Domplatte in Köln und natürlich auch der Zug an sich, der in Rekordzeit ausverkauft war.
Für uns ein weiteres Highlight die Mönchstour nach München mit dem Motto „Unterwegs im Auftrag des Herrn“. Was für ein Anblick in der Olympiahalle in München.

Mit einer Fahrt nach München hat auch der nächste Höhepunkt zu tun. Wir schreiben den 6. April und Mannheim verliert nicht nur das Playoff-Halbfinale gegen die Red Bulls, sondern auch sehr klar und deutlich im letzten Spiel mit 0:5. Trotzdem gehört die Münchner Eishalle im Anschluss noch über eine Stunde den Adler-Anhängern, die erst einen Ausgleich und später sogar noch den Sieg per Spontanjubel nachspielen (auch wenn zu diesem Zeitpunkt nur noch der Gästeblock gefüllt war). Klar war die Euphorie nach der Serie gegen Ingolstadt groß und die Emotionen Dank eines Pinizottos unfassbar hoch, aber man muss eben auch mit Niederlagen umgehen können und das haben alle anwesenden Mannheimer Fans an diesem Abend auf eindrucksvollste Weise gezeigt. „Größe zeigt sich beim verlieren“.

Die Spendenbereitschaft für die Strafe von Bill Stewart gilt es am Ende auch noch zu erwähnen. Wahnsinn wie viele Fans sich beteiligt haben und wie einig man sich war. Das sind die Momente wo man so unglaublich stolz auf diese verrückte und total bunte Mannheimer Kurve ist. Genau das versuchen wir auch weiter voranzutreiben.

Wir wollen, dass ihr kreativ seid, verrückt, laut und wir alle zusammen das Ganze so weiter führen. Für das was wir so lieben! Für Mannheim!

Wenn wir es jetzt noch schaffen diesen Spaß von den Auswärtsspielen in die SAP Arena zu bringen, dann wird das Zusammenspiel mit der Mannschaft hoffentlich den gewünschten Erfolg bringen!

Wir sind motiviert! Und ihr?